Antwort auf die Frage: Wie kann ich die Verzerrungen eines Objektivs messen, damit ich weiß womit ich rechen muss?

Um die Verzerrung eines Objektiv zu messen:
wie würde denn so ein testlauf zb aussehen? was muss/kann ich da wie fotografieren, damit ich möglichst viel erkenntnis zu meinen objektiven habe?

Fazit: Antwort auf: Wie kann ich die Verzerrungen eines Objektivs messen, damit ich weiß womit ich rechen muss?

du könntest dir zum einen irgendwas mit möglichst wiederkehrender horizontal und/oder vertikal gegliederten Struktur suchen, also vielelicht eine Fassade oder sowas, n Zaun... wirst schon was finden :o) daran kannst du dann wunderbar sehen, was bei den unterschiedlichen Brennweiten in den Randbereichen mit den Linien passiert, ob Verzerrungen auftreten und wie stark sie sich auswirken, was für einen Effekt sie haben - damit kannst du dir einfach mal verdeutlichen, was dein Objektiv so tut und wo seine Grenzen sind :o)

und dann kannst du natürlich z.B. die gleiche Fassade aus unterschiedlichen Winkeln, Standorten (Abständen) und Blickhöhen aufnehmen und mal gezielt drauf achten, was da eigentlich passiert mit den Linien, wenn du den Standort, die Höhe oder den Winkel veränderst...

ob dir das dann alles wirklich hilft, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich schätze mal Spaß machts auf jeden Fall und wie bereits gesagt, schaden wirds hoffentlich nicht :o)

Zusatz: Diesen Effekt hat man bei allen Objektiven (abgesehen von Verzerrungen an den Rändern).. Es reicht schon einfach mal nen kleinen Rahmen zu nehmen, den vor sich zu halten und durch zu sehen..
Was du mit deinen Augen siehst, kann eine Kamera nicht anders abbilden. Mit Bildbearbeitungssoftware kannst du das aber etwas korregieren. Allerdings musst du dazu mehr Rand an den Seiten lassen (daher auch bei dem Beispiel etwas fehlende Ränder), um dein Bild perspek. anzupassen... über das Linealwerkzeug und "per eingabe Drehen" kannst du das Bild richtig ausrichten. Mit dem "Freistellungswerkzeug" + "perspek. bearbeiten" kannst du die Kanten gerade anpassen.. das sollte man aufgrund von Bildverlussten allerding nicht übertreiben.
Hab mir jetzt bei dem Bild nicht extrem viel Mühe gegeben, man sieht aber glaube den Effekt.

Bschränke mich meistens beim "geradeziehen" eines Bildes darauf, eine Linie die möglichst m Vordergrund ist und/oder in der Bildmitte gerade auszurichten. Die restlichen Fluchtlinien richten sich dann nach dieser "Grundlinie" (in diesem fall hätte ich die rechte Kante des Hauses gewählt).
Manchmal ist es auch gut einfach einen Kompromiss zu finden.
Kenne aber auch Bilder, bei denen diese Verzerrung erst den Kick gibt, wenn ein Model z.B. in einem Türrahmen steht und schräg vom Boden liegend aus aufgenommen wird. Gibt schöne Beine und nen schön verzerrten Türrahmen.