Antwort auf die Frage: Teil 2 des 3D Howto: der erste Schritt für die 3D Bilder für Zuhause! Was braucht man und wie funktioniert es?

Nachdem wir im ersten Teil des 3D-Howto gelernt haben wie die 3D Technik im Kino und bei modernen 3D-Fernsehern funktioniert, wenden wir uns nun der 3D Fotografie zu. Welches Verfahren wird eingesetzt und welche Ausrüstung wird benötigt? Dies und Mehr erfahrt ihr hier, im zweiten Teil des 3D Howto.

Fazit: Los gehts mit der 3D Fotografie für Zuhause! Der erste Schritt sind zwei Bilder, eins fürs linke und eins fürs rechte Auge. Wie macht man sie am besten, und was gibt es für Tricks?

Wir haben also bis jetzt gelernt das für 3D Bilder immer 2 Bilder als Quelle dienen. Dies ist auch bei selbstgemachten 3D Bildern der Fall. Es ist also leider nicht möglich, aus einem einzigen Bild als Quelle ein 3D Bild zu erschaffen. Dies ist auch recht einfach zu verstehen. Ein Bild beinhaltet nur 2 dimensionale Informationen: wo ist ein wie farbiger Bildpunkt auf dem "Blatt". Um einen 3D Effekt zu erzielen braucht man noch eine zweite Perspektive in Form eines zweiten Bildes. Um dieses zweite Bild zu bekommen gibt es verschiedene Wege:

Die Low Budget Variante

Prinzipiell kann man ohne jegliche Hilfsmittel beide Bilder aufnehmen. Sogar mit einem iPhone sind mir schon beeindruckende 3D Bilder gelungen. Es gilt jedoch einiges zu beachten: Die beiden Bilder sollten mit der exakt gleichen Kameraausrichtung nur um ein paar cm verschoben aufgenommen werden. Das heißt das der Winkel der Kamera nicht geändert werden darf. Also wenn man zunächst das Bild für das linke Auge aufnimmt, schiebt man sie parallel um ca. 10 cm nach rechts, und nimmt das zweite Bild auf. Nicht die Kamera in Richtung Motiv drehen. Der Abstand der beiden Bilder ist hier etwas Übungssache. Ein weiter entferntes Objekt muss mit mehr Abstand zwischen den Bildern aufgenommen werden, um einen starken 3D Effekt zu erzielen. Auf die Schnelle ist diese Methode durchaus einsetzbar, aber es liegt in der Natur der Sache, das so keine exakten Bilder gemacht werden können. Es ist aber ein guter Einstieg um erste Erfahrungen mit 3D Aufnahmen zu machen.

Die Build it yourself Variante

Besser ist in jedem Fall das Fotografieren mit einem Stativ. Im Optimalfall lässt sich mit etwas Geschick und wenig Aufwand ein einfacher Holzschlitten auf das Stativ schrauben, über den man die Kamera um die gewünschten Zentimeter nach links und rechts verschieben kann. Hiermit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. ein großer Vorteil ist, dass das Bild nicht verwackelt und die Perspektiven korrekt aufgenommen werden.

Die Big Budget Variante

Wer etwas mehr Budget zu Verfügung hat, der kann auch zu fertigen Produkten greifen. Fujifilm biete mit der Finepix Real 3D eine fertige Kamera mit zwei Linsen an. Hier werden Zeitgleich beide Bilder aufgenommen. Die Fujifilm Real 3DW3 kostet bei Amazon zur Zeit 387,50€:

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Günstiger ist die ältere W1 mit knapp 200€:

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Leider konnte ich, da ich eben nicht über das "Big Budget" verfüge, keine der beiden Kameras testen. Die mit ihnen gemachten Aufnahmen sind jedoch sehr beeindruckend. Da die Kameras einen festen Abstand zwischen den beiden Linsen haben, fällt der 3D Effekt bei weit entfernten Objekten eher Schwach aus. Um dieses Problem zu Umgehen kann man in diesen Fällen den 3D-Advanced-Modus nutzen. Hier wird das zweite Bild erst später mit der gleichen Linse aufgenommen. Man kann so die Kamera um einige Zentimeter Bewegung um den Abstand der Linsen künstlich zu verlängern. Hierbei ergibt sich jedoch wie bei einer gewöhnlichen Kamera die oben beschriebene Ausrichtungs-Problematik. Die Kamera speichert die Bilder allerdings als fertige 3D Bilder. Es lassen sich scheinbar auch ganze Videos in 3D filmen. Um die Fotos für jedermann in 3D zugänglich zu machen sind jedoch auch bei dieser Kamera die in Teil 3 folgenden Schritte durchzuführen, da die wenigsten über richtige 3D Wiedergabegeräte verfügen.
Nun haben wir also zwei Fotos, eins für das linke, und eins für das rechte Auge. Doch wie wird daraus ein richtiges 3D Bild? Dazu könnt ihr in Teil 3 des 3D Howto weiterlesen.

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Schnell aus der Hüfte schießen, mit Stativ oder sogar doch die Fujiflim Kamera? Schreibt einen Kommentar!