Antwort auf die Frage: Probleme beim Ausrichten von gebäuden. Stimmt eine Kannte ist die andere schief, was tun?

ich hab wieder mal eine frage!!!!!! :-)
und zwar hab ich generell ein problem beim fotografieren und dann v.a. auch beim bearbeiten von bildern, was das ausrichten von gebäuden anbelangt (bzw eigentlich, sobald es senkrechten und horizontalen hat, von denen man weiss, dass die "gerade" sein sollten).
ich hab hier mal die sache auszurichten versucht... aber irgendwie war ich nie zufrieden, bzw dann hat zwar die vordere hauskante gestummen, aber hinten nicht etc....
was mach ich falsch? auf was muss ich achten?

Fazit: Antwort auf: Probleme beim Ausrichten von gebäuden. Stimmt eine Kannte ist die andere schief, was tun?

Also ohne weitere Infos zu haben sieht es für mich so aus, als ob Du das Haus von unten (also Erdgeschoß, evtl. auch aufgrund eines abschüssigen Hanges noch ein wenig tiefer) aufgenommen hast. Auch sieht es so aus, als hättest Du ein Weitwinkelobjektiv verwendet (am rechten und linken Bildrand neigen sich die Linien nach innen). Für die Perspektive und für die Art von Objektiv ist es meines Wissens "normal", daß so etwas passiert. Minimieren wenn nicht gar verhindern kann man so etwas mit sog. Tilt- und Shift-Objektiven... Alternativ (soweit möglich!) versuchen, den eigenen Standpunkt nach oben zu verlagern (mittels Leiter etc.).

ich würd dir auch empfehlen mal n gezielten Testlauf mit deinen Objektiven zu machen, welche Verzerrungen auftreten, in welchem Maß usw. dann weißt du zumindest schonmal, womit du rein vom Objektiv rechnen musst.
und dann gilt natürlich wie oben schon geschrieben hat, auf deinen Blickwinkel und die Perspektive zu achten. Je näher du einem Objekt bist, um so extremer fluchten die Linien natürlich auch, wenn du weiter weg bist, ist das alles nicht so dramatisch. Mach zur Not dazu auch einfach ein paar Tests, was passiert, wenn ich den Winkel wie ändere, wenn ich näher rangehe usw. Es kann auch helfen, sich perspektivische Zusammenhänge anders zu verdeutlichen, durch Freihandzeichnen z.B. oder die generelle theoretische Auseinandersetzung mit perspektivischer Verzerrung und Darstellung - kann zumindest nich schaden find ich, das schult einfach den Blick
Es lässt sich auch schwer sagen welche Linien jetzt gerade sein müssen, kommt halt auf deinen Blickwinkel und deine Ausrichtung zum Objekt an... Zumindest sollte eine Achse in Waage sein, damit das Bild nicht schief wirkt - den perspektivischen Verlauf der anderen Achse so einzufangen, dass ein stimmiges Bild dabei rauskommt ist dann halt Teil des künstlerischen Prozesses :o)
bei deinem Bild macht es die frontale Perspektive von unten unmöglich, die Seiten des Hauses tatsächlich senkrecht abzubilden, weil sie durch deinen nahen und gleichzeitig tiefen Standpunkt schon ziemlich fluchten. Deshalb würde ich mich hier an den horizontalen Elementen orientieren und diese entsprechend waagerecht ausrichten. Würdest du deinen Standpunkt so verändern, dass du nicht auf die Front, sondern auf die Ecke schaust, würde genau das Gegenteil passieren, dann wäre die vertikale Achse (also die Gebäudekante) fix und alle horizontalen Elemente würden - wiederum je nach Blickhöhe und Nähe zum Objekt unterschiedlich - fluchten. Das gilt, sobald du in irgendeinem Winkel zum Objekt stehst, bzw. das Objekt im Winkel zu dir, dann müssen die Vertikalen senkrecht sein, weil die horizontalen zwangsweise fluchten (noch als Erklärung, damit es nicht zu Verwirrung kommt: horizontal und vertikal beschreiben die tatsächliche Ausrichtung, senkrecht und waagerecht die jeweilige Abbildung auf dem Foto)
so, ich hoffe, das hilft dir, ich finde, ein sehr wichtiges Thema, mit dem man sich ruhig mal eingehend beschäftigen sollte, um genau diese Prinzipien zu begreifen um sie sich dann zu nutze machen zu können, um z.B. bestimmte Stimmungen oder Spannungen zu erzeugen, indem man ganz gezielt Linien fluchten lässt, eine bestimmte Blickhöhe wählt... usw... vieles davon geschieht natürlich auch völlig intuitiv, aber ein bißchen nachhelfen kann ja nicht schaden :o)

huiii...danke euch beiden für die schnelle und ausführliche antwort.
nur soweit mal noch: ich musste sehr nah ans gebäude ran, weil sonst bäume und co mit drauf gewesen wären . ebenfalls deshalb die perspektive aus der hocke nahe beim zaun. brennweite ist 18mm, wobei hinzukommt, dass es halt das kitobjektiv ist... das erklärt schon vieles, das ist mir klar!!!
zum rest ein ander mal mehr; muss erst mal verdauen und lesen und probieren und dann wieder fragen!! :-)